Das Polstermöbel in dem nichts verloren geht

LOST IN SOFA von Daisuke Motogi

Ritzen von Polstermöbeln haben eine magische Anziehungskraft auf Schlüssel, Mobiltelephone, Münzen und Sonstiges – jahrelang können sie dort überdauern und findet man sie, so ist man völlig genervt da die verloren gedachten Gegenstände ja so gesehen niemals wirklich weg waren! Das dachte sich wohl auch der japanische Möbeldesigner Daisuke Motogi und erklärte die Ritze zur neuen Tugend des Polstermöbels…

LOST IN SOFA von Möbeldesigner Daisuke Motogi ist eigentlich gar kein Sofa, sondern vielmehr ein Polstersessel wie auch eine mehr als zündende Idee die auf dem DESIGNTIDE 2010 in Tokyo vorgestellt wurde. Anstatt aussichtslos gegen das “Verlieren” von Gegenständen in Polstermöbeln anzukämpfen drehte der Designer den Spieß um und schuf ein Werkstück das die Ritze nicht nur praktisch zu nutzen weiß, sondern sie sogar bewußt im Möbelkorpus maximiert. LOST IN SOFA ist ein Polstermöbel welches aus einer Vielzahl an kubusförmigen Einzelpolsterelementen zusammengesetzt ist. Seine Gesamtform (B:90, T:70, H:70) ist dabei fast komplett geometrisch wie rechtwinkelig und erinnert ein wenig an grobe 3D-Pixel. Zwischen all den vielen Einzelpolsterelementen entstehen so zahlreiche langgezogene Spalten bzw. Ritzen die der Benutzer einfachst als klemmenden Stauraum nutzen kann. Der Vorteil von LOST IN SOFA ist dabei das die Ritzen nicht zu tief gestaltet sind und die Gegenstände nicht darin “untergehen”, sondern vielmehr praktisch hervorschauen. Das reine Sitzmöbel wird so zum komfortabelsten Aufbewahrungsmöbel aller Zeiten…

Uns hat LOST IN SOFA von Designer Daisuke Motogi absolut begeistert und dies liegt nicht nur daran das wir vor kurzem ein 8 jahre altes, vollkonserviertes Mobiltelephon wiederfanden. LOST IN SOFA erklärt clever und intelligent die Schwachstelle zur Tugend und erspart dem Benutzer so einiges an Frust und Fummelei in den Innereien eines Polstermöbels. Deswegen auch in unserer streng subjektiven Wertung eine glatte 10 von 10 Punkten für dieses aussergewöhnliche Werstück.

Quellen & Credits: Daisuke Motogi Takahumi Yamada   Noritake