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Leitung des Centro Cesare Cassino von 1969 bis 1975.
Art Director von Cassina von 1973 bis 1988.
Entwürfe für Edra seit 1992 und für Magis seit 2004. Zwischen 1967 und 1980 realisiert er eine Reihe Zeichnungen, die die wichtigste analoge Quelle für seine Arbeit darstellen. Im Centro Cassina überträgt er künstlerische Verfahrensweisen auf die Arbeit am Designentwurf und bindet Architekten in die Herstellung von Kultobjekten des italienischen Designs ein. Er koordiniert die Realisation von Projekten für die Schau New Domestic Landscape am Moma New York (1972), unternimmt Studienreisen nach Indien, USA und Japan (1970-1973).
Er unterstützt experimentelle Projekte wie Braccio di Ferro für die Herausgabe von Avantgardemodellen oder Environmedia für die Einsetzung von interaktiven Medien bei der Umsetzung von Projekten (1973). 1980 gründet er das Centro Design e Comunicazione, das für Cassina, Marcatrè, De Padova und Venini (1980-1992) tätig ist. Im Bereich Art Direction erfindet der die Idee des Events, indem er dem erschaffenen Raum Themen und Titel gibt, die keine kommerzielle Funktion haben. Einige seiner interessantesten Arbeiten sind Il Ponte 1977, Le Corbusier, I fiori che crescono sulle rovine 1978, Il tempo dell’acqua o dei bagnanti dopo Marx 1982, für Cassina, Design, autoritratto con padre e architetture 1979 für Triennale di Milano, New Adam and Eve 1985 für Venini, La mia mano destra 1996 in der Galleria Milano. Er unterrichtet an der Domus Academy Mailand, am Royal College of Art London, am Istituto Europeo di Design Mailand und hält in vielen Städten der Welt Workshops und Konferenzen.
1992 befindet er sich in einem intensiven Dialog mit Pierre Restany und beendet gerade die großen Bilder Tracce emozionali domestiche, als Massimo Morozzi ihn einlädt, für Edra zu entwerfen. Das Sofa L’homme et la femme, das in der Galerie Karsten Greve während der Köln Messe 1993 vorgestellt wird, markiert den Beginn einer harmonischen Zusammenarbeit mit Edra, einer besonders faszinierenden und stimulierenden Zeit; sie geht mit der Erfindung und dem Entwurf von Modellen wie Flap (2000), On the rocks (2004), Corbeille (2006), Sherazade oder Sofa (2008) einher, die innovative Kraft und kommerziellen Erfolg zu vereinen wissen.
Er entwirft gerne Einrichtungsgegenstände, insbesondere Sofas, weil sie das Andere, den Raum und die Kommunikation mit einbeziehen, Arbeitsbereiche, die er am meisten liebt. In der Tat muss man sich hier mehr als anderswo mit Verhaltensweisen und Beziehungen auseinandersetzen. Er geht davon aus, dass Design im Zeitalter der Massenkommunikation mehr mit Kunst als mit Wissenschaft zu tun hat, und dass Können, wie bei den alten Meistern der Malerei, ein Geheimnis ist, das es zu bewahren und zu pflegen gilt. Binfarè ist auch deshalb der Ansicht, dass man Design nicht ohne Verständnis und Zusammenarbeit mit einer Firma denken kann. Die Sofas Sofa (2008) und Brenno (2010) sind für Edra Ergebnis einer neuen, ausdrucksvollen Zeit.
© edra
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Francesco Binfaré
| Adresse: | Italien |
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