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Die Firmengeschichte von ARFLEX

Die Geschichte von Arflex beginnt im Jahr 1947, als eine Gruppe von Forschern und Unternehmern an zwei neuen Polstermaterialien arbeitete – Schaumgummi und elastisches Band von Pirelli. Sie präsentierten die technischen Spezifikationen der neuen Produkte Marco Zanuso, der sehr schnell das riesige Potential der neuen Materialien für die die Möbelindustrie erkannte. Er initiierte ein experimentelles Programm, das bis 1950 andauerte.

Wie in allen Unternehmen gab es mit diesem Grundstein auch für Arflex den ausschlaggebenden Moment, der für die Firmengeschichte, wie die Produktion besondere Bedeutung hatte. Diese ersten denkwürdigen Momente in der Geschichte von Arflex fallen mit der Unternehmensgründung im Jahr 1950 zusammen. Zunächst startete das Unternehmen in bescheidenen Verhältnissen in Mailands Corso die Porta Vittoria, wo auch das erste Produktions- und Verkaufsteam gebildet wurde. Das Unternehmen Arflex wurde der Öffentlichkeit erstmals im Jahr 1951 bei der IX Triennale in Mailand vorgestellt.

Dieser frühe Kontakt mit einem breiteren Publikum im Umfeld einer avantgardistischen künstlerischen Veranstaltung ist von außerordentlicher Bedeutung. Das extreme Interesse von Arflex am Experimentieren – ohne dabei den kommerziellen Hintergrund aus den Augen zu verlieren – zeigt die Bestrebungen, Produkte mit hohem technischen und ästhetischen Anspruch, zu fertigen. Die Auszeichnung von Marco Zanuso´s Lady Armchair durch die Goldmedaille bei der IX Triennale war die Anerkennung für diesen Aspekt der Arflex Philosophie. So sind diese frühen Bestrebungen von Arflex ein sicherer Hinweis auf die innovative und vielleicht sogar avantgardistische Ausrichtung von Arflex. Auf der einen Seite ergibt sicht eine beispielhaft methodische Betrachtung durch eine der führenden Persönlichkeiten der italienischen Architektur, auf der anderen Seite die Abwendung eines Möbelherstellers von den festgefahrenen Gewohnheiten der Handwerksproduktion durch innovative Materialen.

Die ARFLEX Produktion

Von 1951 bis 1954 produziert Arflex unterschiedliche von Carlo Barassi designte Autositze. Diese sollten anstatt der Standardsitze in die Fahrzeuge eingebaut werden und sollten durch den Einsatz von Schaumstoff und elastischem Band außergewöhnlichen Komfort bieten. Die Abdeckungen konnten entfernt werden und die Rückenlehnen waren verstellbar. Arflex wollte damit seinen Beitrag zum Komfort für jene Italiener leisten, die kurz nach dem Krieg anfingen zu Reisen. Die erfolgreichsten dieser Autositze wurden die “MilleMiglia” und die “Sedile Lettino”, ein Sitz, der in ein behelfsmäßiges Bett geändert werden konnte. Beide waren für den Fiat Topolino entwickelt.

Der Arflex Gründer Marco Zanuso

Marco Zanuso wurde zum Leitbild der sich entwickelten Design Kultur im Nachkriegs-Italien – einer Generation, deren soziale Verpflichtung durch das ideologische Erbe der Moderne geprägt war. So ist die Produktpalette von Arflex mehr oder weniger ein Überblick der fruchtbaren Zusammenarbeit von Möbelhersteller und Möbeldesigner. Marco Zanuso als Designer auf der einen Seite und Arflex als Hersteller auf der anderen Seite starteten zusammen durch – ein einzigartiges Beispiel in der Geschichte des italienische Einrichtungsdesigns.

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